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Glossar

Erklärungen zu Fachbegriffen aus dem Übungskatalog und der App.

Anti-Rotation
Fähigkeit der Rumpfmuskulatur, einer von außen wirkenden Drehkraft entgegenzuwirken und den Oberkörper stabil zu halten, statt selbst eine Drehbewegung auszuführen.
Baukasten-Übung
Übung aus einem Übungspool, aus dem pro Einheit nur eine Auswahl (ca. 4–5) verwendet werden soll – nicht alle auf einmal.
Bergsprint
Kurzer, maximaler Sprint bergauf (10–30 Sekunden, RPE 9–10) mit vollständiger Erholung beim Zurückgehen. Baut Kraft und Schrittkraft auf, kostet aber kaum Erholung.
Dorsalflexion
Anheben des Fußes/der Zehen Richtung Schienbein ("Hakenfuß").
Dynamisches Aufwärmen
Aufwärmen in Bewegung statt in gehaltenen Dehnpositionen, z. B. Beinschwingen, Ausfallschritte im Gehen oder Lauf-ABC. Bereitet Muskeln, Gelenke und Nervensystem auf schnelle Einheiten vor – vor lockeren Läufen nicht nötig.
Erfahrungsniveau
Ungeübt, Erfahren oder Profi – bestimmt, wie nah die Trainingszonen an der Testpace liegen: Profis trainieren näher an ihrem Testtempo als Ungeübte. Hat der Trainer ein Niveau festgelegt, gilt dieses.
Leistungstest (Cooper-Test) →
Erholungswoche
Eine leichtere Woche nach den Belastungswochen einer Phase: weniger Umfang, kaum harte Einheiten. In dieser Zeit verarbeitet der Körper das Training und wird belastbarer. Pro Phase abschaltbar, z. B. direkt vor einem Wettkampf.
Trainingsphasen planen →
Fahrtspiel (Fartlek)
Durchgehender Lauf mit wechselnden Belastungen, z. B. 3 Minuten schnell und 1 Minute traben – ohne Stehpausen. Gesteuert nach Uhr, Landmarken oder Gefühl.
Gegenspieler-Übung (Antagonist)
Übung für die gegenüberliegende Muskelgruppe, um ein muskuläres Gleichgewicht sicherzustellen (z. B. Quadrizeps vs. Hamstrings).
Laktatschwelle
Tempo, bis zu dem der Körper Laktat noch so schnell abbaut, wie es entsteht – etwa das Tempo, das sich rund 60 Minuten halten lässt. Darüber ermüdet man schnell. Wird in Z4 (Schwelle) trainiert.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Marathontempo (MT)
Angestrebtes Wettkampftempo für den Marathon (RPE 6, Z3). Wird erst in kurzen Blöcken, später in langen Abschnitten im langen Lauf geübt – auch, um die Verpflegung zu testen.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Plantarflexion / Plantarflexoren
Strecken des Fußes nach unten (wie beim Zehenspitzenstand); die dafür genutzten Muskeln, v. a. die Wade.
Planungsrichtung
Vorwärts: Die erste Phase beginnt am Startdatum, die übrigen schließen an. Rückwärts: Die letzte Phase endet genau am Wettkampftag, die früheren werden davor eingeplant – praktisch, wenn das Ziel feststeht, der Beginn aber nicht.
Trainingsphasen planen →
Progressiver Lauf
Lauf, der locker beginnt und zum Ende hin schneller wird, z. B. vom lockeren Tempo bis ins Marathontempo. Trainiert, das Tempo auch unter Ermüdung zu halten.
Pyramide / Leiter (Intervalle)
Intervalle mit wechselnder Länge, z. B. 0,8 – 2,4 – 3,2 – 2,4 – 0,8 km (Pyramide) oder 3 – 2 – 1 – 2 km (Leiter). Je kürzer der Abschnitt, desto höher die Belastung.
RPE (Rate of Perceived Exertion)
Subjektiv empfundene Anstrengung auf einer Skala von 1 (sehr leicht) bis 10 (maximal). 1–2 sehr leicht, wie zügiges Gehen · 3–4 locker, Unterhaltung mühelos · 5–6 moderat, Sprechen unbequem · 7–8 angenehm hart, nur kurze Sätze · 9–10 sehr hart bis maximal, kein Sprechen.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Serie / Serienpause
Mehrere Intervalle, die als Block gelaufen werden, z. B. 2 Serien à 8 × 400 m. Zwischen den Wiederholungen eine kurze Pause, zwischen den Serien eine längere Serienpause.
Spezifische Wochen
Die Belastungswochen einer Phase (1 bis 12), ohne die Erholungswoche. Eine Phase mit 3 spezifischen Wochen und Erholungswoche dauert also 4 Wochen.
Trainingsphasen planen →
Steigerungslauf
Kurze Beschleunigung über 10–15 Sekunden (ca. 80–100 m) von locker bis knapp unter Sprinttempo (RPE 6–8), danach vollständige Erholung. Kein Sprint – schult Laufstil und hält die Beine schnell.
Tapering
Die letzten Tage vor einem Wettkampf: Umfang deutlich senken, nur noch kurze, zügige Reize, damit man ausgeruht an den Start geht. Der Vorlauf in Tagen wird je Laufveranstaltung festgelegt; ab dann erscheint auf der Trainer-Startseite ein Hinweis.
Laufgruppe, Trainingsplan & Trainingsphasen →
Tempodauerlauf
Durchgehender Lauf ohne Pausen in gleichmäßig zügigem Tempo, meist an der Schwelle (Z4) oder im Marathontempo. Unterschied zum Schwellenintervall: keine Trabpausen.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Testpace
Durchschnittstempo im 12-Minuten-Lauf (Cooper-Test) in Minuten pro Kilometer. Daraus berechnet die App alle fünf Trainingszonen – je schneller die Testpace, desto schneller die Zonen.
Leistungstest (Cooper-Test) →
Tibialis anterior
Schienbeinmuskel auf der Vorderseite des Unterschenkels; hebt die Fußspitze an.
Trabpause
Aktive Pause zwischen zwei Belastungen: sehr locker weitertraben statt stehen bleiben (RPE 2–3). Hält den Kreislauf in Gang und verbessert die Erholung bis zur nächsten Wiederholung.
Trainingsphase
Abschnitt der Saison mit eigenem Schwerpunkt, z. B. Grundlagenausdauer oder Tempohärte. Jede Phase hat eine feste Zahl Belastungswochen und endet meist mit einer Erholungswoche. „Woche 3/4“ heißt: dritte von vier Belastungswochen der Phase.
Trainingsphasen planen →
Trainingszonen
Fünf Tempobereiche aus dem Leistungstest, von Z1 (Regeneration) bis Z5 (Intervalle). Die RPE-Werte sagen, wie sich jede Zone anfühlen sollte. Tippe auf eine Zone oder einen RPE-Wert für Details.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
VO2max
Maximale Sauerstoffaufnahme in ml pro kg Körpergewicht und Minute – ein Maß für die Ausdauer. Die App schätzt sie aus der Cooper-Distanz: kein Laborwert, aber gut, um den Verlauf über mehrere Tests zu sehen.
Leistungstest (Cooper-Test) →
Wettkampfbelastung (5 km / 10 km / HM)
Anstrengung, die sich wie im jeweiligen Wettkampf anfühlt: 5 km ≈ RPE 8–9, 10 km ≈ RPE 7–8, Halbmarathon ≈ RPE 7. Anders als das Wettkampf-Tempo nach Gefühl gesteuert – hilfreich bei Hitze, Wind oder Steigungen.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Wettkampf-Tempo
Aus dem 12-Minuten-Lauf hochgerechnetes Tempo für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon (Riegel-Formel). Gilt nur mit passendem Training über die Distanz und ist für lange Strecken eher optimistisch. Liegt es zwischen zwei Zonen, wird es in beiden trainiert.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Wochensteigerung
Wie ein Wert von Woche zu Woche wächst, z. B. die Dauer eines Dauerlaufs oder die Zahl der Intervalle: um einen Prozentsatz, einen festen Schritt oder gleichmäßig bis zu einem Zielwert. Faustregel: höchstens 10 % mehr pro Woche, in der Erholungswoche wieder weniger.
Trainingsplan aufbauen (Planvorlagen) →
Wochenumfang
Summe der geplanten Distanz (bzw. Dauer) aller Einheiten einer Woche. Faustregel: von Woche zu Woche höchstens etwa 10 % mehr; in der Erholungswoche deutlich weniger. Einheiten ohne Distanz zählen bei den Kilometern nicht mit.
Trainingsplan aufbauen (Planvorlagen) →
Z1 (Regeneration)
Ultraleicht, wie zügiges Gehen (RPE 2–3). Typisch: Regenerationslauf, 20–40 Minuten sehr locker traben. Hilft, sich zwischen harten Einheiten zu erholen.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Z2 (GA1)
Locker, Unterhaltung mühelos (RPE 3–4). Typisch: lockerer Dauerlauf. Baut die aerobe Basis auf – der Großteil des Trainings.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Z3 (GA2)
Moderat, Sprechen wird unbequem (RPE 5–6). Typisch: Tempowechsellauf, z. B. 5 Minuten moderat und 5 Minuten Schwelle im Wechsel. Marathon- bis Halbmarathon-Tempo.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Z4 (Schwelle)
„Angenehm hart“ – nur kurze Sätze (RPE 7–8). Typisch: Schwellenlauf, 20–40 Minuten durchgehend oder in Intervallen. Hebt die Schwelle, damit man länger schnell laufen kann.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Z5 (VO2max-Intervalle)
Sehr hart, aber kontrolliert (RPE 8–9). Typisch: Tempointervalle, z. B. 8 × 400 m oder 4 × 1 km mit Trabpausen. Steigert die maximale Ausdauerleistung.
Anstrengung (RPE) und Wettkampftempo →
Zielmuskulatur
Die Muskelgruppe, die durch die Übung primär trainiert wird.